Bildung für nachhaltige Entwicklung

Mit dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ soll ein besonderer Schwerpunkt gesetzt werden, mit dem zum Überdenken unserer Gewohnheiten, Haltungen und Werte angeregt werden soll, denn wir müssen uns vor Augen halten, dass es unverantwortlich wäre, wenn wir auf lange Sicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde oder auf Kosten zukünftiger Generationen lebten. Die Überprüfung von Haltungen und Verhalten sind daher immer wieder wichtig, und häufig wird dieser kritische Blick auch nach Änderung unserer Haltungen und unseres Verhaltens verlangen.

Jede und jeder kann im eigenen Bereich etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern, kann bewusste Entscheidungen für die Zukunft unter Abschätzung und Berücksichtigung der Auswirkungen des eigenen Handelns für sich, andere und die Umwelt treffen. Es ist von größter Bedeutung, dass schon junge Menschen damit beginnen. Deshalb kann auch besonders die Schule durch die Bildung für nachhaltige Entwicklung Kindern und Jugendlichen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln und sie damit in die Lage versetzen, die eigene Verantwortung wahrzunehmen und zu leben.

Zur konkreten Umsetzung im Zeichen einer qualitativ hochwertigen, nachhaltigen Schulentwicklung steht eine Reihe von Unterstützungssystemen zur Verfügung. Die im Folgenden angeführte Zusammenstellung solcher Systeme enthält – ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben – vier ganzheitliche Programme und einige andere aktuelle Projekte. Die Angabe der jeweils zugehörigen Links dienen dazu, sich genauer über die Angebote zu orientieren und sich in nähere Einzelheiten zu vertiefen.

An Tiroler Schulen wird bereits sehr vieles im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung geleistet. Hinter all diesen Aktivitäten stehen Menschen, engagierte Pädagoginnen und Pädagogen, denen für diesen Einsatz ein herzlicher Dank gilt. Es ergeht an sie die Bitte, diese Verantwortung weiterhin wahrzunehmen und, wenn zusätzlicher Handlungsbedarf erkannt wird, diesen auch in Taten umzusetzen.


Unterstützungssysteme:


1. Die Programme:

ÖKOLOG (www.oekolog.at),
das seit 15 Jahren bestehende Netzwerk für Schule und Umwelt, mit der Vision einer ökologisch, sozial sowie wirtschaftlich nachhaltigen Gestaltung des Lebensraums Schule. Bereits 74 Schulen in Tirol sind ÖKOLOG-Schulen, Kontaktpersonen im Landesschulrat für Tirol sind FI Dipl.-Päd. Andrea Ladstätter für die allgemein bildenden Pflichtschulen und LSI Mag. Adolfine Gschließer für AHS und BMHS.

UNESCO-Schulen (www.unesco-schulen.at),
die sich schwerpunktmäßig den Themen Menschen-rechte, Kultur und nachhaltige Entwicklung widmen.

PILGRIM-Schulen (www.pilgrim.at)
die unter dem Motto „Bewusst leben – Zukunft geben“ Bildung für nachhaltige Entwicklung mit einer religiös-ethisch-philosophischen Bildungsdimension im Unterrichtsgeschehen verknüpfen.

Das Österreichische Umweltzeichen (www.umweltzeichen.at/cms/de/bildung/schulen/content.html) zertifiziert Schulen, die Umweltmanagement und nachhaltige Schulentwicklung vermitteln und leben.


2. Die Projekte:

„Die Energiewende – Schulinitiative Tirol“:
150 Workshops zum Thema Energiesparen, die durch Unterstützung des Landes Tirol sowie der Tiroler Energieversorgungsunternehmen für Schülerinnen und Schüler ab der 3. Schulstufe angeboten werden. Nähere Informationen finden sich auf der Webseite der Plattform „Die Energiewende – Schulinitiative Tirol“ www.energie.tsn.at

Der „Österreichische Klimaschutzpreis Junior“ wird auf Initiative von ORF und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Schuljahr 2014/15 bereits zum vierten Mal vergeben wird. Eingereicht werden können Projekte von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 14 Jahren. Mehr dazu unter www.klimaschutzpreis.at/junior. Der Gewinnerschule/-klasse oder -Jugendgruppe winken Siegesfeier und ein Geldpreis in der Höhe von € 3.000,--.

Ein mit insgesamt € 10.500,-- dotierter Umweltpreis der Firma EUROTOURS Ges.m.b.H. wird heuer erstmalig an Schulen, Vereine und  Familien (keine Unternehmen), die ein Projekt zur nachhaltigen positiven Gestaltung des Lebensraumes umgesetzt haben, vergeben. Die Schulen werden in einem eigenen Schreiben noch informiert.

Urbane Biodiversität (www.biodivercity.at):
Die im Rahmen des Schulprojekts Biodiver(c)ity von den Tiroler Fachberufsschulen errichteten Kleinhabitate können im Rahmen von Führungen besucht werden. Im Fokus steht die Vermittlung der Bedeutung von biologischer Artenvielfalt und Stadtökologie.

Die Angebote des Klimabündnisses Tirol reichen von Vorträgen über Workshops, Reparaturkursen oder Aktionstagen bis hin zu Jahresprogrammen. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Webseite http://tirol.klimabuendnis.at/schule-kiga-angebote
 

3. Weitere Links zum Themenbereich:

Grundsatzerlass „Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“ (RS 20/2104, neu überarbeitet): www.bmbf.gv.at/ministerium/rs/2014_20.html

Österreichische Strategie zur Bildung für nachhaltige Entwicklung: www.bmbf.gv.at/schulen/unterricht/ba/bine_strategie_18299.pdf?4dzgm2

Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie (Allgemein und 4.3. Bildung und Wissen für Nachhaltigkeit): www.tirol.gv.at/landesentwicklung/nachhaltigkeit/unsere-aktivitaeten/tir...