Emotionales

Depressive Störungen

Bei depressiven Störungen bestehen die Hauptsymptome in einer Veränderung der Stimmung. Dazu kommen Interessensverlust, Freudlosigkeit oder auch eine Verminderung des Antriebs.

Alterstypische depressive Symptome

Ängste

Ängste gehören bis zu einem gewissen Punkt zu einer normalen Entwicklung. Es ist daher wichtig, Angstsymptome von alterstypischen Ängsten abzugrenzen und sie entsprechend zu behandeln.
Wir kennen unterschiedliche Ängste, die bei Kindern im Schulalter auftreten. Es ist notwendig, diese genau abzuklären und entsprechende Maßnahmen zu setzen.

Welche Ängste können vorhanden sein?

Soziale Phobie

Soziale Phobien beginnen oft in der Jugend, zentrieren sich um die Furcht vor anderen Menschen in verhältnismäßig kleinen Gruppen (z.B. Schulklasse) und führen schließlich dazu, dass soziale Situationen vermieden werden. Begleitet ist die soziale Phobie vor allem von der Angst, in der Öffentlichkeit zu erbrechen oder erbrechen zu müssen. Soziale Phobien sind in der Regel mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und der Furcht vor Kritik verbunden.

Psychosomatische Probleme

Unter psychosomatischen Erkrankungen versteht man körperliche Erkrankungen und Beschwerden, die durch psychische Belastungen oder Faktoren hervorgerufen werden. Wer unter psychosomatischen Beschwerden leidet, verspürt körperliche Symptome, die medizinisch nicht erklärbar sind (keinerlei Anzeichen auf eine organische oder körperliche Erkrankung).
Morgendliches Erbrechen, Übelkeit, (heftige) Bauschmerzen oder Kopfschmerzen bzw. Schlafprobleme können Anzeichen sein.
Meist vergehen die Beschwerden sehr schnell, wenn das Kind nicht in die Schule gehen muss. Unter der Woche treten die Symptome häufig auf, am Wochenende finden sich die beschriebenen Probleme kaum.

Autismus-Spektrum-Störung

Die Autismus-Spektrum-Störung ist eine biologisch bedingte Entwicklungsstörung, die sich in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen zeigt und für deren Diagnose immer eine umfassende medizinische und psychologische Abklärung notwendig ist. SchülerInnen mit Autismus-Spektrum-Störungen leben in einer Wahrnehmungs- und Erfahrungswelt, die sich von einer nicht-autistischen stark unterscheidet. Veränderungen ihrer gewohnten Umgebung verunsichern Menschen mit Autismus sehr stark und können zu großen Problemen für sie und ihre Umgebung führen. Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule, von einer Schule zu einer anderen Schule, der Wechsel innerhalb einer Schule von einer Klasse in eine andere Klasse stellen Veränderungen für SchülerInnen mit Autismus-Spektrum-Störungen dar, die sorgfältig vorbereitet und begleitet werden müssen.

Merkmale eines Kindes mit Autismus-Spektrum-Störung

Erscheinungsformen

ASS Orientierungshilfe

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) und
ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom)

Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) zeigen folgende Symptome: Unaufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität

  • Unaufmerksamkeit: Die Störungen zeigen sich darin, dass die Betroffenen häufig von einer nicht zu Ende geführten Aktivität in die nächste wechseln und unfähig sind, Einzelheiten zu beachten.
  • Überaktivität: Exzessiver Bewegungsdrang und überschießende Ruhelosigkeit, ein ruhiges Sitzenbleiben scheint unmöglich.
  • Impulsivität: Impulsives, plötzliches Handeln ohne zu überlegen sowie die mangelnde Fähigkeit, Wünsche und Bedürfnisse aufzuschieben oder abzuwarten.

Kinder mit ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) zeigen - bis auf Überaktivität - ähnliche Symptome wie Kinder mit ADHS.

Häufige Auffälligkeiten bei Kindern mit AD(H)S

Erschwerende Bedingungen für Kinder mit AD(H)S