Film "Von hier aus"

Im Rahmen der Umsetzung der Gegenstände Deutsch, Politische Bildung sowie Psychologie empfiehlt das Bundesministerium für Bildung den Besuch der Veranstaltung für Schüler und Schülerinnen ab der 10. Schulstufe.

Filmvorführungen für SchülerInnen "VON HIER AUS", Ö/F/P 2014, 88 Minuten
Empfehlung zum Besuch des Films im Rahmen des Schulunterrichts in ausgewählten österreichischen Kinos
Geltung 2016/17

Thema:
Der Film porträtiert drei Menschen, die sich den Traum vom selbstbestimmten Leben in Portugal, Frankreich und der Steiermark verwirklicht haben, die sich dem modernen Leben mit seinen Vor- und Nachteilen bewusst entziehen und den wesentlichen menschlichen Grundbedürfnissen nahe kommen wollen.

Kontaktdaten zur Buchung:
Die Buchung von Schulvorstellungen bitte direkt über:
Mag. Michael Reutz
Lustgasse 3/40
1030 Wien
0677 612 152 54
Information, Trailer und Unterrichtsmaterial finden Sie unter
http://www.vonhieraus.net/

Im schulischen Kontext bietet der Film u.a. folgende thematische Anknüpfungspunkte: Gesellschaft, Familie, Wirtschaft, Konsum, Utopie, Alltag, Globalisierung

Inhalt:
Die zwei Regisseurinnen stammen aus Elternhäusern, die in den 70er Jahren alternative postkonsumistische Lebensweisen propagiert haben. Als Kinder konnten sie dem wenig abgewinnen. Mittlerweile allerdings ist auch in ihnen die Sehnsucht nach dem einfachen Leben erwacht und so machen sie diese Erkenntnis zum Ausgangspunkt ihrer Suche nach Menschen, die sich den Traum vom selbstbestimmten Leben ein Stück weit verwirklicht haben. Sie finden Menschen, die bereit sind alle gesellschaftlichen Konventionen kritisch zu hinterfragen und selbst den Begriff Aussteiger ablehnen. Denn im Grunde ist ihre Lebensweise, so formuliert es die Schamanin Ute, ein immer tieferes Einsteigen in die Frage danach, worauf es im Leben ankommt. Neben Ute, die ihren Platz in einer einsamen Region im nordwestlichen Portugal gefunden hat, haben die Regisseurinnen Zeit mit den BewohnerInnen des Wiesenhoisls, eines kollektiv bewohnten und bewirtschafteten Bauernhofs in der Steiermark, und mit Wim, dem belgischen Architekten, der in Frankreichs Bergen public space, also öffentlichen und von allen nutzbaren Raum schaffen will, verbracht. Dabei entstand ein ruhiger und nachdenklicher Film, der immer wieder auch die eigenen Produktionsbedingungen thematisiert.

Jugendschutz:
Die zwei Regisseurinnen gehen in ihrer Dokumentation von ihrem eigenen Interesse an alternativen Lebensentwürfen aus und nähern sich der Frage nach individuellen Utopien auf sehr praktische Weise. Wenn sie ihre ProtagonistInnen bei diversen alltäglichen Verrichtungen filmen, wird deutlich, wie wenig wir von den Herstellungsbedingungen etwa unserer Lebensmittel wissen und wie sehr dieses Wissen die Konsumgewohnheiten verändern kann. Doch es geht dem Film um mehr als um die Rückkehr zur Natur, denn die Porträtierten stellen sowohl tradierte Wertvorstellungen als auch die üblichen Sichtweisen und Bezeichnungen radikal in Frage. Dass hier Menschen zu sehen sind, die ihren eigenen Überzeugungen und Sehnsüchten gefolgt sind und sich auf ihre jeweils eigene Weise für ein unkonventionelles Leben entschieden haben, regt zum Nachdenken an. Sympathisch macht den Film, dass die Schattenseiten und Nachteile dieser Entscheidungen nicht verschwiegen werden. Freigegeben ab 6 Jahren.
Positivkennzeichnung:
Empfehlenswert als gesellschaftskritischer Dokumentarfilm ab 14 Jahren.