Jugend und Extremismen: De-Radikalisierung, Intervention und Prävention

Ob Rechtsextremismus, Linksextremismus, Antisemitismus oder religiös motiviert: Extremismus ist immer wieder Thema im Setting Schule und stellt die betroffenen Personen vor große Herausforderungen. Unbestreitbar ist, dass allen extremistischen Tendenzen entschlossen entgegengetreten werden muss. Allerdings herrscht im Zusammenhang mit der Frage nach passenden Reaktionen auf Krisensituationen und nach möglichen effektiven Präventionsansätzen zum Teil Unsicherheit an Schulen und bei Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Aus diesem Grund werden ab dem Sommersemester 2015 Informations- und Schulungsveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen angeboten.

Zum Auftakt fand auf Initiative der Amtsführenden Präsidentin des Landesschulrates für Tirol, LR Dr. Beate Palfrader, und des Landesschulratsdirektors, HR Dr. Reinhold Raffler, am 25. Februar 2015 im großen Hörsaal der Pädagogischen Hochschule Tirol die vom Landesschulrat für Tirol, der Pädagogischen Hochschule Tirol, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein in Kooperation mit der Landespolizeidirektion Tirol gemeinsam organisierte Enquete „Jugend und Extremismen – De-Radikalisierung, Intervention und Prävention“ statt.

Der Einladung zur Informationsveranstaltung waren zahlreiche Schulinspektorinnen und Schulinspektoren, Direktorinnen und Direktoren, Schulpsychologinnen, Schulpsychologen, Schulärztinnen und Schulärzte, interessierte Lehrpersonen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pädagogischen Hochschulen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Systempartnern sowie der Politik gefolgt. Die Ausführungen der hervorragenden Referenten, darunter namhafte Personen wie a.o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Reinhold Gärtner vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, Mag. Dr. Thomas Schmidinger vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien oder Univ.-Prof. Mag. Dr. Zekirija Sejdini vom Institut für Islamische Religionspädagogik der Universität Innsbruck, gelang eine multiperspektivische Annäherung an die breite Vielfalt der Thematik: von der Frage des Umgangs mit extremistischen Einstellungen bei Jugendlichen, der Betrachtung von Radikalisierung aus Sicht des Verfassungsschutzes über Ursachenforschung und mögliche Präventionsansätze bis hin zum gewaltmindernden Potential religiöser Bildung.



LSR-Dir. HR Dr. Reinhold Raffler (ganz links), AFP LR Dr. Beate Palfrader (3.v.l.) und PHT-Vizerektorin Prof. Dr. Irmgard
Plattner mit den Referenten der Informationsveranstaltung.